Kürzlich habe ich mit einigen Freunden aus der Tech-Branche gesprochen, und alle erwähnten unabhängig voneinander ein Phänomen: Die Rechenleistung der Hardware in den KI-Projekten der Unternehmen scheint auf ein Plateau gestoßen zu sein, und die Algorithmen der Software machen immer weniger bahnb In den letzten zehn Jahren haben wir die Vorteile des rasanten Wachstums der logischen und rechnerischen Fähigkeiten des linken Gehirns genossen, aber jetzt scheint dieser Weg fast zu Ende zu sein. Das erinnert mich an eine zentrale Beobachtung in dem Buch „Taste: Right-Brain Organizations in the Age of AI“: Wenn die Produktion von Technologie und Wissen billig und überflüssig wird, wird die wirklich knappe Ressource von „Produktionsfähigkeit“ zu „Urteilsfähigkeit“ wechseln.
Was ist Urteilsvermögen? Kurz gesagt, es ist Geschmack. Das bezieht sich nicht auf den erhabenen Geschmack der Kunstbewertung, sondern auf eine Art von Urteilsvermögen im Geschäfts- und Managementbereich: zu wissen, was es wert ist, getan zu werden, und was nicht; zu wissen, was die Nutzer wirklich wollen, und nicht nur, Die linke Gehirnhälfte ist gut darin, Bekanntes zu analysieren, Risiken zu berechnen und Effizienz zu optimieren. Diese Fähigkeiten sind in einem stabilen Markt von unschätzbarem Wert. Aber wenn wir in das von KI getriebene Innovationszeitalter eintreten, ist der Markt voller Unsicherheiten, und die Nutzer können selbst nicht klar sagen, was sie wollen. Sich nur auf die Rechenleistung und Logik der linken Gehirnhälfte zu verlassen, ist wie mit einer ver
In diesem Moment werden die Fähigkeiten der rechten Gehirnhälfte entscheidend. Die rechte Gehirnhälfte ist gut darin, das Ganze wahrzunehmen, Emotionen zu verstehen, Muster zu erkennen und intuitive Urteile zu fällen. Schauen Sie sich die wirklich erfolgreichen Innovationsunternehmen an, von Apple bis Tesla. Die Produkte dieser Unternehmen berühren oft die Herzen der Menschen nicht, weil ihre technischen Parameter viel höher sind als die ihrer Konkurrenten, sondern weil sie eine vollständige, herzergreifende „Erfahrung“ schaffen. Die Gestaltung dieser Erfahrung erfordert ein tiefes Verständnis der menschlichen Natur und eine ganzheitliche Ästhetik und Konsistenz, die über Daten hinausgeht. Dies ist die Kernkompetenz einer rechtshemisphärischen Organisation, auch bekannt als „Organisationsgeschmack“.
Viele Manager taiwanesischer Unternehmen sind sehr besorgt und glauben, dass ihre Firmen im KI-Zeitalter zurückgeblieben sind. Aber die Wurzel des Problems könnte nicht die Technologie oder Rechenleistung sein, sondern dass die „Entscheidungslogik“ der Organisation noch im Zeitalter der linken Gehirnhälfte feststeckt. Bei den Unternehmensbesprechungen diskutieren alle noch darüber, welcher Plan die höhere ROI hat und wie die KPIs festgelegt werden sollen, aber sie verbringen selten Zeit damit, darüber nachzudenken: Wer sind unsere Nutzer? Was sind ihre tatsächlichen Empfindungen bei der Nutzung des Produkts? Können sie den Wert, den wir schaffen, intuitiv wahrnehmen? Wenn die Wertschätzung einer Organisation kurzfristige Gewinne und interne Effizienz über den Wert für die Nutzer stellt, ist es schwierig, einen „Geschmack“ zu entwickeln, der die Zukunft definiert.
Also, anstatt sich über unzureichende Rechenleistung zu sorgen, sollten wir besser in den „Geschmacksvorteil“ der Organisation investieren. Das ist kein Problem, das mit einer Schulung gelöst werden kann; es muss von den Werten der Führungskräfte ausgehen und die Entscheidungsprioritäten der gesamten Organisation neu gestalten. Die Führungskräfte müssen zu „Hütern des Geschmacks“ werden, die in entscheidenden Momenten den Mut haben, Entscheidungen basierend auf einer ganzheitlichen Bewertung des Nutzerwerts zu treffen, und nicht nur auf Basis von Berichten. Die Organisation muss die Fähigkeit entwickeln, Werkzeuge der rechten Gehirnhälfte zu nutzen, wie zum Beispiel die Darstellung von Nutzerreisen und den Aufbau von mentalen Modellen, damit das Team die Nutzer wirklich „sehen“ kann. Wenn die Vorteile der Rechenleistung allmählich nachlassen, werden diejenigen Unternehmen, die als Erste den Geschmack der Organisation entwickeln und die Welt mit der rechten Gehirnhälfte verstehen und Werte schaffen, eine neue Ära des Vorteils für sich einläuten. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie man eine solche rechtshemisphärische Organisation aufbaut, empfehle ich Ihnen dringend, sich dieses Buch „Geschmack: Die rechtshemisphärische Organisation im Zeitalter der KI“ anzusehen. Es bietet einen sehr klaren Rahmen und praktische
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